Salza - Cup 2011
Dachwig/Döllstädt gewinnt Salza Cup
Auch die 17. Auflage des Salza-Cups war ein Publikumsmagnet. Die ca. 1000 Zuschauer sorgten für gute Stimmung und eine bis unter das Dach gefüllte Salza-Halle. Weder die Fans noch die Sportler bereuten ihr Kommen. Neben einer perfekten Organisation seitens der Gastgeber vom FSV Preußen erlebten die Teilnehmer fünf Stunden packenden Hallenfußball. Dabei war eine sportliche Sensation greifbar nah. Der Kreisligist und damit das klassentiefste Team vom SC 1918 Großengottern zeigte bereits in der Vorrunde eine beeindruckende Leistung und scheiterte letztendlich nur knapp. In einem emotionsgeladenen Finale verlor das junge Team gegen die Mannschaft von FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt erst im Neunmeterschießen.
Zur der 17. Auflage des Salza-Cups hatten die Organisatoren des FSV Preußen erneut ein attraktives Teilnehmerfeld in die Salza-Halle nach Bad Langensalza eingeladen. „Natürlich bedauern wir, dass der Vorjahresfinalist FC Union Mühlhausen nicht teilnimmt, allerdings haben wir mit dem FC Eisenach einen attraktiven Thüringenligisten und Titelfavoriten für das Hallenturnier gewinnen können“, erklärte Mitorganisator Benno Harbauer unmittelbar vor dem Spielbeginn.
Allerdings konnten die Wartburgstädter weder die Erwartungen der Organisatoren noch die der eigenen Fans erfüllen. Zwar bezwang man den Regionalklassisten SV Westring Gotha mit 3:0, doch zwei Niederlagen und ein Unentschieden besiegelten das vorzeitige Ausscheiden des klassenhöchsten Teilnehmers. Am Ende reichte es für den Thüringenligisten, der mit einer Mischung aus erster und zweiter Mannschaft angetreten war, nur zu einem dritten Platz in der Gruppe B. „Wieder einmal zeigte der FC Eisenach, dass der Hallenfussball nur ein ungeliebtes Stiefkind ist“, lautete das Fazit der Fans aus der Wartburgstadt.
Zwei weitere Turnierfavoriten taten sich in der Salza-Halle ebenfalls schwer. Während die SG Schlotheim/Mehrstedt, derzeit immerhin auf dem 3. Platz in der Landesklasse Nord, mit zwei Siegen, einem Unterentschieden und einer Niederlagen nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses ausschied, enttäuschte der Gastgeber und Vorjahressieger auf ganzer Linie. Selbst der sowohl optisch als auch akustisch eindrucksvolle Auftritt der Preussen-Fangruppe „Nackte Reiter“ konnte über die sportlich schwache Leistung des FSV Preußen Bad Langensalza nicht hinwegtäuschen. Zwei Treffer, zwei Unentschieden und nur zwei Punkte waren deutlich zu wenig. Am Ende belegte der Landesklassist den vierten Platz in der Gruppe B.
Für eine positive Überraschung sorgten die Kicker vom Kreisligisten aus Großengottern, die mit Mathias Baumbach einen erfahrenen Verbandligaspieler des FC Union Mühlhausen aufboten. In der Vorrunde gewann das Team von Trainer Jörg Freier als einzige Mannschaft des Turniers alle Spiele und zog souverän in das Halbfinale ein. Dort traf man auf den Erzrivalen SV 90 Altengottern. Nils Berndt, der bis 2007 beim SC Großengottern kickte, brachte den Regionalklassisten zunächst in Führung. Doch Tobias Welke und Mathias Baumbach (2x) drehten das Spiel und sicherten dem Kreisligisten aus Großengottern den viel umjubelten Finaleinzug. Ebenfalls im Finale stand der FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt. Der Regionalklassist belegte in der Vorrunde nach zwei Siegen und zwei Unentschieden den ersten Platz in der Gruppe A. Im Halbfinale demonstrierten die Blau-Weißen ihre ganze Stärke und holten gegen den SV Hainich Heyerode mit 6:1 den höchsten Turniersieg.
Im spannenden und teilweise hitzigen Finale war die Sensation in greifbarer Nähe. Der Kreisligist führte lange Zeit durch einen Treffer von Routinier Baumbach. Doch Sebastian Skibbe und Turnier-Torschützenkönig Carlo Preller (6 Tore) drehten das Spiel und brachten die Blau-Weißen mit 1:2 in Führung. Wenige Sekunden vor Schluss war es dann Markus Freier, der den Außenseiter unter dem Jubel des Großteils der Zuschauer ins Neunmeterschießen brachte. Auch dabei sah es zunächst nach einer Überraschung aus. Nachdem Publikumsliebling Ronny Hebestreit, ehemaliger Profispieler des FC Rot Weiß Erfurt, seinen Neunmeter verschoss, hätte Baumbach seinen Neunmeter „nur“ verwandeln müssen und die Dachwig-Döllstädter hätten als Vize-Cupsieger das Parkett verlassen. Doch beim finalen Neunmeterschiessen lagen Freud und Leid eng beieinander. So konnte Hebestreit seinen zweiten Neunmeter verwandeln und führt den von Albert Krebs trainierten FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt zum letztendlich verdienten Gewinn des Turniers. Für den Kreisligisten aus Großengottern war es bereits die dritte Niederlage in einem Salza-Cup-Finale.
Wesentlich zum erfolgreichen Turnierverlauf trug die umsichtige Spielleitung bei. Mit Swen Eichler, Sebastian Postel und Marko Wartmann waren drei thüringenweit erfahrene Schiedsrichter in der Salza-Halle aktiv und kamen in 24 Spielen mit nur einer roten Karte sowie zwei Gelben Karten aus.
Die Gruppen
Gruppe A: SG Schlotheim/Mehrstedt (Landesklasse Nord, Platz 3) | SpVgg. Siebleben 06 (Landesklasse Nord, Platz 6) | FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt (Landesklasse Nord, Platz 7) | SV 90 Altengottern (Regionalklasse 6, Platz 7) | Kirchheilinger SV 90 (Regionalklasse 6, Platz 8)
SG Schlotheim/Mehrstedt vs. SpVgg. Siebleben 06 2:2
SG Schlotheim/Mehrstedt vs. FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt 1:4
SG Schlotheim/Mehrstedt vs. SV 90 Altengottern 1:0
SG Schlotheim/Mehrstedt vs. Kirchheilinger SV 90 4:2
SpVgg. Siebleben 06 vs. FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt 1:3
SpVgg. Siebleben 06 vs. SV 90 Altengottern 2:4
SpVgg. Siebleben 06 vs. Kirchheilinger SV 90 1:1
FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt vs. SG Altengottern 1:1
FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt vs. Kirchheilinger SV 90 0:0
SV 90 Altengottern vs. Kirchheilinger SV 90 3:1
Tabelle Vorrunde - Gruppe A Pkt. | Tore | Differenz
1. FC BW Dachwig/Döllstedt | 8 | 8:3 | +5
2. SV 90 Altengottern | 7 | 8:5 | +3
3. SG Schlotheim/Mehrstedt | 7 | 8:8 | 0 |
4. SpVgg. Siebleben | 2 | 6:10 | -4
5. KSV 90 Kirchheilingen | 2 | 4:8 | -4
Gruppe B: FC Eisenach (Verbandsliga, Platz 11) | FSV Preußen Bad Langensalza (Landesklasse Nord, Platz 8) | SV Hainich Heyerode (Regionalklasse 6, Platz 3) | SV Westring Gotha (Regionalklasse 7, Platz 5) | SC 1918 Großengottern (Kreisliga, Platz 4)
FC Eisenach vs. FSV Preußen Bad Langensalza 1:1
FC Eisenach vs. SV Hainich Heyerode 1:4
FC Eisenach vs. SV Westring Gotha 3:0
FC Eisenach vs. SC 1918 Großengottern 1:2
FSV Preußen Bad Langensalza vs. SV Hainich Heyerode 1:2
FSV Preußen Bad Langensalza vs. SV Westring Gotha 0:0
FSV Preußen Bad Langensalza vs. SC 1918 Großengottern 0:1
SV Hainich Heyerode vs. SV Westring Gotha 1:0
SV Hainich Heyerode vs. SC 1918 Großengottern 0:2
SV Westring Gotha vs. SG SC 1918 Großengottern 4:1
Tabelle Vorrunde - Gruppe B Pkt. | Tore | Differenz
1. SC 1918 Großengottern | 12 | 9:2 | +7
2. SV Hainich Heyerode | 9 | 7:4 | +3
3. FC Eisenach | 4 | 6:7 | -1
4. FSV Preußen Bad Langensalza | 2 | 2:4 | -2
5. SV Westring Gotha | 1 | 1:8 | -7
Halbfinale
1: FC BW Dachwig/Döllstedt vs. SV Hainich Heyerode 6:1
2: SC 1918 Großengottern vs. SV 90 Altengottern 3:1
Endspiele
9m-Schießen um Platz 3: SV Hainich Heyerode vs. SG SV Altengottern 4:3 nach 9m-Schießen
Finale: FC BW Dachwig/Döllstedt vs. SC Großengottern 2:2, 4:3 nach 9m-Schießen
Quelle: www.racefieber.de



