Schiedsrichter
Übersicht
Der 68-jährige Gerd Heese ist einer von fünf gotterschen Schiedsrichtern, der den SC 1918 schon viele Jahre unterstützt und auf dem Rasen für Fairness und ein regelgerechtes Verhalten sorgt. Von 1965 bis 1977 war Gerd selbst als Fußballer im Verein aktiv. Er spielte 7 Jahre bei der BSg Aufbau Höngeda und wechselte dann nach Großengottern, wo er seine Mannschaft, wie auch in Höngeda, in der 1. Kreisklasse unterstützte und möglichst viele Punkte holen wollte.
Seine Laufbahn als Schiedsrichter begann er am 1.11.1978. Der BSG Traktor Großengottern fehlten zu dieser Zeit Referees und aus diesem Grund entschloss sich Gerd Heese, den Verein in dieser Notlage zu unterstützen und selbst als Schiedsrichter zu agieren. Eingestuft wurde er in die dritthöchste Spielklasse der damaligen DDR– der Bezirksliga Erfurt. Am 25.01.1995 war es im sogar möglich ein Freundschaftsspiel in der 1. Bundesliga zu pfeifen. Im Spiel RW Erfurt gegen den FC Nürnberg stand er 90 Minuten als Schiedsmann auf dem Spielfeld. Momentan pfeift er in der Kreisklasse.
Zeitungsartikel
Da es nicht immer ganz einfach ist, der Unparteiische auf dem Platz zu sein, gibt es viele schlimme, aber auch schöne Erlebnisse, die das Leben und Handeln eines Schiedsrichters prägen. Gerd Heese erinnert sich sehr gern an das Spiel Auleben – Motor Nordhausen zurück, bei dem mehr als 3000 Zuschauer anwesend waren und bei der Partie mitfieberten. Das für ihn schwerste Spiel war in Eisenach. Es war ein Punktspiel der Bezirksliga Erfurt, bei dem sich Eisenach und Ruhla gegenüber standen. Hier musste Gerd Heese gleich vier Feldverweise vornehmen, was zeigt, dass es wohl ein sehr turbulentes Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften war. Wenn er heutzutage Vergleiche beziehungsweise Unterschiede vom Schieri heute und damals zieht, kommt er ganz klar zu dem Schluss, dass man den Schiedsrichtern von heute die Einstufungen in eine höhere Spielklasse zu leicht macht. Früher musste sich durch jede Spielklasse durchgepfiffen werden und nur wer gute Spielleitungen abgab, hatte die Möglichkeit in die nächst höhere Klasse überzugehen. Auch die Entwicklung der unterklassigen Ligen ist eher negativ. Bei den Spielen wird sich seiner Meinung nach zu viel mit anderen Dingen, als sich auf das Fußballspielen zu konzentrieren, befasst. Gemeint sind damit Provokationen u.v.m.
Aktualisiert (Donnerstag, den 03. Juni 2010 um 17:44 Uhr)
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